Dass ein Wechsel von der privaten zurück in die gesetzliche
Krankenversicherung nicht einfach ist, wissen die meisten. Doch wissen
Sie auch, wie ein ordnungsgemäßer Übergang funktionieren muss? Ein
Vater-Tochter-Gespann war in dieser Hinsicht wohl falsch informiert und
wandte sich nach einer Auseinandersetzung mit ihrer PKV an das
Landgericht Dortmund.
Die Vorgeschichte: Die Tochter hatte bei
ihrem Studienbeginn von der privaten Krankenkasse zu einer gesetzlichen
gewechselt. Daraufhin klärte der private Versicherer den Vater über die
erhaltene Information der Folgeversicherung auf, die die gesetzliche
Versicherung weitergegeben hatte, und forderte ihn auf, einen Nachweis
zu erbringen, dass die Tochter gewechselt bzw. gekündigt hatte. Mit
gleichem Schreiben teilte der Versicherer dem Vater mit, dass eine
rückwirkende Kündigung der Tochter möglich sei. Da der Vater diesen
Nachweis jedoch nicht vorlegte – da er ihn nicht bekommen habe –, zog
die private Versicherung zwei weitere Jahre die Prämie für die Tochter
ein. Der Vater war der Ansicht, diese Abbuchungen seien nicht rechtens
gewesen, da der Versicherer doch über den Wechsel Bescheid gewusst habe
und forderte die Mitgliedsbeiträge plus Zinsen zurück.
Das
Landgericht Dortmund wollte der Ansicht des Vaters nicht folgen und wies
seine Klage als unbegründet zurück. Die Richter argumentierten, dass
der Vater eine ordnungsgemäße Kündigung für die Versicherung der Tochter
hätte einreichen müssen, da der Hinweis auf den Wechsel nicht
ausreichend gewesen sei. In den allgemeinen Versicherungsbedingungen der
Police sei außerdem festgelegt, dass die versicherte Person, also in
diesem Fall die Tochter, über den Wechsel Bescheid wissen musste und
einen diesbezüglichen Nachweis hätte erbringen müssen.
Da dies nicht
erfolgte, war die Forderung des Versicherers korrekt – der Vater musste
die Prämie für die Tochter bis zur schließlich ‚richtigen’ Kündigung
bezahlen.
Dienstag, 22. Mai 2012
Mittwoch, 16. Mai 2012
Kostenerstattung für ökologisches Bauen
Bei Häuslebauern und Hausbesitzern steigt das Interesse für eine
ökologische Bauweise: Laut einer Studie der Deutschen Bank AG wollen 42%
der Befragten für ihren Neubau oder für die Sanierung ihrer bereits
bestehenden Immobilie auf umweltfreundliche Baustoffe zurückgreifen. Der
Preisunterschied zwischen regulärer und ökologischer Bauweise ist dabei
geringer als vermutet: Wie ein Branchenkenner mitteilte, sei eine
Umrüstung bereits ab 5% Aufpreis zu haben.
Auch nach Versicherungsschäden wollen wohl immer mehr Versicherte ihren Wohnraum auf umweltbewusste Art und Weise wieder in Stand setzen. Gebäudeversicherer kommen ihren Kunden in diesem Punkt bisher nur äußerst zögerlich entgegen; sie zahlen in der Regel nur für eine Renovierung von gleicher Güte, das heißt, wurden bisher konventionelle Materialien verwendet, werden auch nur diese Kosten erstattet.
Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung hat nun die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG gestartet. Der Versicherer kündigte an, mit seinen Töchterunternehmen in zwei neuen Tarifen auch die Verwendung von ökologischen Baustoffen zu fördern. Laut dem Bund der Versicherten ist mit dieser Entwicklung allerdings noch nicht das Nonplusultra des Möglichen erreicht. Vielmehr sehen die Verbraucherschützer noch deutliche Möglichkeiten, den Versicherungsschutz noch weiter auszubauen, denn momentan ist in den Tarifen die Mehrkostenerstattung für umweltbewusste Bauweise auf 10.000 € pro Schadenfall beschränkt. Je nach Umfang des Schadens bzw. gewünschten Standard, kann der Betrag schneller aufgebraucht sein als einem lieb ist.
Hier finden Sie Informationen zur Gebäudeversicherung der Nürnberger Versicherung.
Auch nach Versicherungsschäden wollen wohl immer mehr Versicherte ihren Wohnraum auf umweltbewusste Art und Weise wieder in Stand setzen. Gebäudeversicherer kommen ihren Kunden in diesem Punkt bisher nur äußerst zögerlich entgegen; sie zahlen in der Regel nur für eine Renovierung von gleicher Güte, das heißt, wurden bisher konventionelle Materialien verwendet, werden auch nur diese Kosten erstattet.
Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung hat nun die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG gestartet. Der Versicherer kündigte an, mit seinen Töchterunternehmen in zwei neuen Tarifen auch die Verwendung von ökologischen Baustoffen zu fördern. Laut dem Bund der Versicherten ist mit dieser Entwicklung allerdings noch nicht das Nonplusultra des Möglichen erreicht. Vielmehr sehen die Verbraucherschützer noch deutliche Möglichkeiten, den Versicherungsschutz noch weiter auszubauen, denn momentan ist in den Tarifen die Mehrkostenerstattung für umweltbewusste Bauweise auf 10.000 € pro Schadenfall beschränkt. Je nach Umfang des Schadens bzw. gewünschten Standard, kann der Betrag schneller aufgebraucht sein als einem lieb ist.
Hier finden Sie Informationen zur Gebäudeversicherung der Nürnberger Versicherung.
Freitag, 11. Mai 2012
Ärzte von Schweigepflicht entbinden?
Geht es nach dem Wunsch vieler privater Krankenversicherer, sollen ihre
Mitglieder behandelnde Ärzte und Pflegepersonal umfassend (also ohne
eine zeitliche oder inhaltliche Begrenzung) von der Schweigepflicht
entbinden – angeblich nur zu Prüfungszwecken. Derzeit erhält so mancher
Privatversicherte entsprechende Schreiben seiner Krankenkasse mit der
Bitte, die Erklärung zur Entbindung der Ärzte von der Schweigepflicht zu
unterzeichnen. Weiterhin teilt der Versicherer mit, dass eine nicht
bzw. nicht ausreichend erfolgte Rückmeldung zu Verzögerungen bei der
Schadensbearbeitung oder sogar zur Kürzung von Leistungen führen kann.
Aus Angst vor eben diesen Kürzungen unterzeichnen viele Versicherte die Erklärungen – obwohl bereits 2006 das Bundesverfassungsgericht entschieden hatte, dass niemand gezwungen werden darf, pauschal Aufhebungen der Schweigepflicht zu genehmigen. Die Entbindung müsse auf bestimmte Ärzte und Krankheiten begrenzt werden können.
Die Problematik bezieht sich übrigens ausschließlich auf die privaten Versicherer, denn für gesetzliche Versicherungen ist im Sozialgesetzbuch festgelegt, wie die Daten der dort Versicherten zu behandeln sind.
Branchenkenner vermuten hinter dem aktuellen Entwicklung aber etwas ganz anderes: Sie gehen davon aus, dass Versicherer auf diesem Wege versuchen, die Leistung ‚durch die Hintertür’ zu reduzieren. Zuletzt hatten sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und Datenschutzbeauftragte auf einen neuen Entwurf zum Umgang mit Versichertendaten geeinigt. Demnach soll ein Patient genau entscheiden können, wer welche Daten, die der Schweigepflicht unterliegen, wann weitergeben darf und soll vor Weitergabe der Daten informiert werden und Vetorecht haben. Die Versicherer jedoch sind nicht verpflichtet, sich an diesen Entwurf zu halten; vielmehr kann es ihnen nur empfohlen werden.
Juristen raten Versicherten, generell so wenig wie nur möglich an Daten preiszugeben. Zudem solle eine Erklärung auf einen bestimmten Arzt, einen festgelegten Zeitraum und das zu diskutierende Krankheitsbild beschränkt werden.
Aus Angst vor eben diesen Kürzungen unterzeichnen viele Versicherte die Erklärungen – obwohl bereits 2006 das Bundesverfassungsgericht entschieden hatte, dass niemand gezwungen werden darf, pauschal Aufhebungen der Schweigepflicht zu genehmigen. Die Entbindung müsse auf bestimmte Ärzte und Krankheiten begrenzt werden können.
Die Problematik bezieht sich übrigens ausschließlich auf die privaten Versicherer, denn für gesetzliche Versicherungen ist im Sozialgesetzbuch festgelegt, wie die Daten der dort Versicherten zu behandeln sind.
Branchenkenner vermuten hinter dem aktuellen Entwicklung aber etwas ganz anderes: Sie gehen davon aus, dass Versicherer auf diesem Wege versuchen, die Leistung ‚durch die Hintertür’ zu reduzieren. Zuletzt hatten sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und Datenschutzbeauftragte auf einen neuen Entwurf zum Umgang mit Versichertendaten geeinigt. Demnach soll ein Patient genau entscheiden können, wer welche Daten, die der Schweigepflicht unterliegen, wann weitergeben darf und soll vor Weitergabe der Daten informiert werden und Vetorecht haben. Die Versicherer jedoch sind nicht verpflichtet, sich an diesen Entwurf zu halten; vielmehr kann es ihnen nur empfohlen werden.
Juristen raten Versicherten, generell so wenig wie nur möglich an Daten preiszugeben. Zudem solle eine Erklärung auf einen bestimmten Arzt, einen festgelegten Zeitraum und das zu diskutierende Krankheitsbild beschränkt werden.
Dienstag, 8. Mai 2012
Die Auswirkung von Demenz auf den Versicherungsschutz
Als ob die Diagnose ‚Demenz’ für Betroffene und Angehörige nicht schlimm
genug wäre – leider sorgt die Feststellung der Krankheit dafür, dass
sich die versicherungstechnische Beurteilung des Erkrankten verändert
und vorhandene Verträge an die neue Situation angepasst werden müssen.
Zwar weisen sowohl der Bund der Versicherten BdV als auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV darauf hin, dass es keine (gesetzliche) Verpflichtung gibt, eine Erkrankung an den Versicherer zu melden, doch gaben Interessenverbände von Demenzpatienten bekannt, dass viele Versicherer eine Schadenregulierung verweigern, wenn keine Mitteilung der Diagnose erfolgt ist. Sie empfehlen, zur Sicherheit den Versicherer zu informieren und abzuklären, ob der Versicherungsschutz in der bisherigen Form bestehen bleibt.
Es kann durchaus vorkommen, dass die private Haftpflichtversicherung Demente von einer Leistung ausschließt, da sie in fortgeschrittenem Krankheitsstadium als juristisch schuldunfähig betrachtet und somit nicht haftbar gemacht werden können. Es besteht allerdings die Möglichkeit, per Zusatzklausel deliktunfähige Personen mitzuversichern. Diese Regelung bezieht sich normalerweise auf Kinder unter sieben Jahren, die ebenfalls als deliktunfähig gelten, kann aber in einem solchen Fall auch auf Betroffene angewendet werden. Versicherer dürfen auf die Diagnosemitteilung übrigens auf unterschiedliche Art und Weise antworten: Sowohl Kündigung, Prämienerhöhung als auch Beibehaltung des aktuellen Versicherungsverhältnisses sind möglich. Laut Branchenabgabe wird eine Kündigung allerdings in den seltensten Fällen ausgesprochen.
Sorgt man allerdings nicht für den Fall des Falles vor, kann es durchaus passieren, dass der Versicherer bei einem Schadenfall nicht leistet.
In ältern Policen der privaten Unfallversicherung sind Alzheimer und Demenz oftmals vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Nachfrage vom Versicherer und der Blick in die Versicherungsbedingungen gibt hier Aufschluss. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass einige Versicherer nur dann eine Leistung erbringen, wenn der vorgefallene Unfall in keiner Verbindung mit der Krankheit steht.
In Bezug auf die Kfz-Versicherung ist ebenfalls Vorsicht geboten. Sollte eine demente Person trotz besseren Wissens Auto fahren und einen Unfall verursachen, kann der Haftpflichtversicherer einen Teil der Kostenerstattung vom Erkrankten zurück verlangen. Aktuell sei zudem zu beobachten, dass Versicherer versuchen, die behandelnden Ärzte in Regress zu nehmen, da sie den Dementen besser auf seine nicht mehr ausreichend vorhandenen Fahrfähigkeiten hätten hinweisen müssen.
Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte diese auch nach der Krankheitsbestimmung in jedem Fall behalten. Sollte es zu einem Rechtsstreit, beispielsweise mit der Pflegeversicherung, kommen, ist sie eine wichtige und nützliche Einrichtung.
Zwar weisen sowohl der Bund der Versicherten BdV als auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV darauf hin, dass es keine (gesetzliche) Verpflichtung gibt, eine Erkrankung an den Versicherer zu melden, doch gaben Interessenverbände von Demenzpatienten bekannt, dass viele Versicherer eine Schadenregulierung verweigern, wenn keine Mitteilung der Diagnose erfolgt ist. Sie empfehlen, zur Sicherheit den Versicherer zu informieren und abzuklären, ob der Versicherungsschutz in der bisherigen Form bestehen bleibt.
Es kann durchaus vorkommen, dass die private Haftpflichtversicherung Demente von einer Leistung ausschließt, da sie in fortgeschrittenem Krankheitsstadium als juristisch schuldunfähig betrachtet und somit nicht haftbar gemacht werden können. Es besteht allerdings die Möglichkeit, per Zusatzklausel deliktunfähige Personen mitzuversichern. Diese Regelung bezieht sich normalerweise auf Kinder unter sieben Jahren, die ebenfalls als deliktunfähig gelten, kann aber in einem solchen Fall auch auf Betroffene angewendet werden. Versicherer dürfen auf die Diagnosemitteilung übrigens auf unterschiedliche Art und Weise antworten: Sowohl Kündigung, Prämienerhöhung als auch Beibehaltung des aktuellen Versicherungsverhältnisses sind möglich. Laut Branchenabgabe wird eine Kündigung allerdings in den seltensten Fällen ausgesprochen.
Sorgt man allerdings nicht für den Fall des Falles vor, kann es durchaus passieren, dass der Versicherer bei einem Schadenfall nicht leistet.
In ältern Policen der privaten Unfallversicherung sind Alzheimer und Demenz oftmals vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Nachfrage vom Versicherer und der Blick in die Versicherungsbedingungen gibt hier Aufschluss. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass einige Versicherer nur dann eine Leistung erbringen, wenn der vorgefallene Unfall in keiner Verbindung mit der Krankheit steht.
In Bezug auf die Kfz-Versicherung ist ebenfalls Vorsicht geboten. Sollte eine demente Person trotz besseren Wissens Auto fahren und einen Unfall verursachen, kann der Haftpflichtversicherer einen Teil der Kostenerstattung vom Erkrankten zurück verlangen. Aktuell sei zudem zu beobachten, dass Versicherer versuchen, die behandelnden Ärzte in Regress zu nehmen, da sie den Dementen besser auf seine nicht mehr ausreichend vorhandenen Fahrfähigkeiten hätten hinweisen müssen.
Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte diese auch nach der Krankheitsbestimmung in jedem Fall behalten. Sollte es zu einem Rechtsstreit, beispielsweise mit der Pflegeversicherung, kommen, ist sie eine wichtige und nützliche Einrichtung.
Donnerstag, 26. April 2012
Mord zählt nicht als Arbeitsunfall
Mit der Frage, ob den Hinterbliebenen eines Ermordeten Leistungen der
gesetzlichen Unfallversicherung zustehen, musste sich das
Landessozialgericht Baden-Württemberg beschäftigen.
Als Klägerin trat die Familie eines Getöteten auf, die den Tod des Familienvaters als Arbeitsunfall wertete, da die Ursache des Mordes eine Auseinandersetzung über den väterlichen Betrieb war. Dementsprechend sahen sie den gesetzlichen Unfallversicherer in der Pflicht, eine Hinterbliebenenentschädigung zu leisten.
Dieser Bewertung wollten und konnten die Richter allerdings nicht folgen. Sie waren der Überzeugung, das Motiv des Mords sei auf eine familieninterne bzw. private Angelegenheit zurückzuführen, folglich kann der Unfallversicherer nicht zur Zahlung einer Leistung aufgefordert werden.
Als Klägerin trat die Familie eines Getöteten auf, die den Tod des Familienvaters als Arbeitsunfall wertete, da die Ursache des Mordes eine Auseinandersetzung über den väterlichen Betrieb war. Dementsprechend sahen sie den gesetzlichen Unfallversicherer in der Pflicht, eine Hinterbliebenenentschädigung zu leisten.
Dieser Bewertung wollten und konnten die Richter allerdings nicht folgen. Sie waren der Überzeugung, das Motiv des Mords sei auf eine familieninterne bzw. private Angelegenheit zurückzuführen, folglich kann der Unfallversicherer nicht zur Zahlung einer Leistung aufgefordert werden.
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Dienstag, 24. April 2012
Trends der Versicherungswirtschaft
Was sind aktuelle Entwicklungen und Konsumententrends auf dem europaweiten Versicherungsmarkt? Mit dieser Frage hat sich kürzlich die im vergangenen Jahr entstandene Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, EIOPA, befasst. Nun stellte die Behörde das Ergebnis ihrer Untersuchung vor und macht dabei drei Themenbereiche aus. Dabei ist zu betonen, dass diese Strömungen in den einzelnen europäischen Ländern durchaus unterschiedlichen Stellenwert haben können: Der Bericht schlüsselt die Ergebnisse nicht differenziert für alle Mitgliedsstaaten auf, sondern gibt einen allgemeinen, gesamteuropäischen Überblick.
1. Restschuldversicherungen
Handlungsbedarf sieht die EIOPA beim Thema Restschuldversicherung. Sie stellte fest, dass in vielen Ländern Verbraucher zu wenig über den tatsächlichen Nutzwert und Hintergrund dieser Versicherung wissen. Dieses Unwissen wird oftmals von Unternehmen und Versicherungen zu deren Gunsten ausgenutzt. Weiterhin machte die Behörde Mängel in der Bedarfsanalyse des Kunden aus; zu häufig wird hier etwas „aufgeschwatzt“.
2. Fondsgebundene Lebensversicherungen
Im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland, ist europaweit ein steigendes Interesse für fondsgebundene Lebensversicherungen zu verzeichnen. Verbessert werden muss hier allerdings die Informationsweitergabe an den Kunden, da die sehr komplexen Hintergrundangaben zu Kosten und Risiken der Fonds zu wenig erläutert werden.
Interessanterweise ist der Stellenwert der fondsgebundenen Lebensversicherung in Deutschland seit 2008 stetig gesunken; vielleicht ist diese Entwicklung schon trendweisend für das übrige Europa.
3. Online-Vergleichsportal
Wie die Behörde herausfand, haben in den vergangenen Jahren immer mehr Konsumenten kommerzielle und nichtkommerzielle Versicherungsvergleich-Angebote im Internet wahrgenommen. Besonders kommerzielle Websites wurden häufiger genutzt und wurden von Versicherer stärker als Vertriebsweg und als Medium der Kundenkommunikation wahrgenommen. Dies wiederum hat laut EIOPA zu einem stärkeren Wettbewerb zwischen Versicherern und Vermittlern geführt.
Im Bericht wiesen die Trendforscher allerdings darauf hin, dass die Befragung eines Vergleichsportals nicht für jede Versicherungssparte empfehlenswert ist. Lebensversicherungen beispielsweise sind zu komplex, um über ein Onlineportal verglichen zu werden, da viele unterschiedliche und individuelle Punkte den tatsächlichen Versicherungsschutz und Preis der Police bestimmen. Zudem sei festzustellen, dass die Gefahr eines Interessenkonflikts besteht, wenn Versicherer und Websitebetreiber in einem wirtschaftlichen Verhältnis stehen bzw. wären sich die Verantwortlichen von kommerziellen Homepages oftmals gar nicht bewusst, dass ihre Tätigkeit in den Anwendungsbereich des Versicherungsrechts fällt und somit an die geltenden Vorschriften angepasst werden muss.
1. Restschuldversicherungen
Handlungsbedarf sieht die EIOPA beim Thema Restschuldversicherung. Sie stellte fest, dass in vielen Ländern Verbraucher zu wenig über den tatsächlichen Nutzwert und Hintergrund dieser Versicherung wissen. Dieses Unwissen wird oftmals von Unternehmen und Versicherungen zu deren Gunsten ausgenutzt. Weiterhin machte die Behörde Mängel in der Bedarfsanalyse des Kunden aus; zu häufig wird hier etwas „aufgeschwatzt“.
2. Fondsgebundene Lebensversicherungen
Im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland, ist europaweit ein steigendes Interesse für fondsgebundene Lebensversicherungen zu verzeichnen. Verbessert werden muss hier allerdings die Informationsweitergabe an den Kunden, da die sehr komplexen Hintergrundangaben zu Kosten und Risiken der Fonds zu wenig erläutert werden.
Interessanterweise ist der Stellenwert der fondsgebundenen Lebensversicherung in Deutschland seit 2008 stetig gesunken; vielleicht ist diese Entwicklung schon trendweisend für das übrige Europa.
3. Online-Vergleichsportal
Wie die Behörde herausfand, haben in den vergangenen Jahren immer mehr Konsumenten kommerzielle und nichtkommerzielle Versicherungsvergleich-Angebote im Internet wahrgenommen. Besonders kommerzielle Websites wurden häufiger genutzt und wurden von Versicherer stärker als Vertriebsweg und als Medium der Kundenkommunikation wahrgenommen. Dies wiederum hat laut EIOPA zu einem stärkeren Wettbewerb zwischen Versicherern und Vermittlern geführt.
Im Bericht wiesen die Trendforscher allerdings darauf hin, dass die Befragung eines Vergleichsportals nicht für jede Versicherungssparte empfehlenswert ist. Lebensversicherungen beispielsweise sind zu komplex, um über ein Onlineportal verglichen zu werden, da viele unterschiedliche und individuelle Punkte den tatsächlichen Versicherungsschutz und Preis der Police bestimmen. Zudem sei festzustellen, dass die Gefahr eines Interessenkonflikts besteht, wenn Versicherer und Websitebetreiber in einem wirtschaftlichen Verhältnis stehen bzw. wären sich die Verantwortlichen von kommerziellen Homepages oftmals gar nicht bewusst, dass ihre Tätigkeit in den Anwendungsbereich des Versicherungsrechts fällt und somit an die geltenden Vorschriften angepasst werden muss.
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Mittwoch, 18. April 2012
Gestiegene Preise für Kfz-Haftpflicht
Wie eine Untersuchung der Online-Plattform CHECK24 ergab, sind für Versicherte, die ihre Police wechseln, die durchschnittlichen Kosten für eine Haftpflichtversicherung für Autos von Herbst 2011 bis Januar 2012 um 16% angestiegen. Das Portal geht zudem davon aus, dass die Preise sich bis zum Sommer des Jahres weiter steigern werden.
Dies könne aus den Ergebnissen der vergangenen Jahre geschlossen werden: Während von 2009 auf 2010 die Preise um rund 56% stiegen, waren es von 2010 auf 2011 immer noch 45%. Versicherungswechsler, die ihren Vertrag unterjährig, also während eines laufenden Kalenderjahres, ändern, müssen mit diesen höheren Kosten leben. Anders als Wechsler, die den ‚offiziellen’ Stichtag 30.11. wählen, bekommen sie die Angebote der Kfz-Versicherer zum Jahresendgeschäft nicht zuspüren.
Was die Untersuchung allerdings auch zeigte: Wer einen Wagen neu auf seine Person zulässt, sollte dies am Jahresanfang tun, denn dann ist das Durchschnittspreisniveau in der Regel am niedrigsten. Der Blick in die vergangenen Vergleiche zeigt, dass die Kosten für Prämien zur Jahresmitte hin gestiegen sind (bis zu 14%) – und dies folglich vermutlich auch in diesem Jahr tun werden.
Das Fazit des Vergleichsportals: Versicherungswechsler können im Geschäft zum Jahresende hin mehr sparen als Wechsler von Fahrzeugen.
Dies könne aus den Ergebnissen der vergangenen Jahre geschlossen werden: Während von 2009 auf 2010 die Preise um rund 56% stiegen, waren es von 2010 auf 2011 immer noch 45%. Versicherungswechsler, die ihren Vertrag unterjährig, also während eines laufenden Kalenderjahres, ändern, müssen mit diesen höheren Kosten leben. Anders als Wechsler, die den ‚offiziellen’ Stichtag 30.11. wählen, bekommen sie die Angebote der Kfz-Versicherer zum Jahresendgeschäft nicht zuspüren.
Was die Untersuchung allerdings auch zeigte: Wer einen Wagen neu auf seine Person zulässt, sollte dies am Jahresanfang tun, denn dann ist das Durchschnittspreisniveau in der Regel am niedrigsten. Der Blick in die vergangenen Vergleiche zeigt, dass die Kosten für Prämien zur Jahresmitte hin gestiegen sind (bis zu 14%) – und dies folglich vermutlich auch in diesem Jahr tun werden.
Das Fazit des Vergleichsportals: Versicherungswechsler können im Geschäft zum Jahresende hin mehr sparen als Wechsler von Fahrzeugen.
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