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Freitag, 27. Januar 2012

Volle Leistung - auch bei verspäteter Stehgutliste

Wer nach einem Einbruch erst verspätet eine Liste der entwendeten Gegenstände bei seinem Gebäudeversicherer einreicht, hat dennoch Anrecht auf Leistung in vollem Umfang. Dies entschied das Karlsruher Oberlandesgericht (OLG) vor kurzem.

Dem Urteil ging die Klage eines Versicherten voran, dessen Gebäudeversicherung nach einem Hauseinbruch nur einen Teil des entstandenen Schadens erstatten wollte. Zwar hatte der Versicherte den Schaden seinem Versicherer rechtzeitig gemeldet, doch hatte er die Stehlgutliste erst verspätet nachgereicht weil er Zeit brauchte, um sich einen Überblick über die tatsächlich gestohlenen Schmuckstücke und sonstige Wertgegenstände zu verschaffen.

Da den Versicherer den Bestohlenen nicht darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ein zu spätes Einreichen der Liste zur Leistungsverweigerung führen könne, sahen die Richter ihn in der Verantwortung und ordneten an, dass der Versicherte die Gesamtkosten erstattet bekommt. Eine Revision des Verfahrens ließ das OLG nicht zu.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Alarmanlage schützt nur, wenn sie auch eingeschaltet ist

Sinn einer Alarmanlage ist es, Haus und Hof vor Dieben und Einbrechern zu schützen. Mittels Auslösung eines lauten Signals schreckt sie Bewohner oder Nachbarn – und Langfinger – auf und sorgt im Idealfall dafür, dass die ungewünschten Gäste aufgeben und unvollrichteter Dinge verschwinden oder noch besser von der Polizei gestellt werden.

Wer seine Alarmanlage jedoch abstellt, um Lärmbelästigung der Nachbarn durch einen möglichen Fehlalarm vorzubeugen, hat im Ernstfall das Nachsehen. Dies musste auch ein süddeutsches Ehepaar feststellen, das ebendiese Übervorsicht walten ließ.
Das Paar hatte sich entschlossen, sein im Einfamiliehaus installiertes Alarmsystem auszustellen, bevor es das Haus verließ. Prompt kam es zum Einbruch, bei dem die Diebe ungestört zuschlagen konnten.
Mit dem Verlust der gestohlenen Gegenstände stehen die Hauseigentümer nun allein da, denn die Versicherung der beiden wird höchstwahrscheinlich nicht für den Schaden aufkommen. Denn: Sofern eine Alarmanlage vorhanden ist – was bei einigen Versicherungen mittlerweile Pflicht ist – muss sie auch funktionstüchtig und aktiviert sein.

Um Fehlalarmen vorzubeugen, empfehlen Experten eine jährlich wiederholte Wartung des Geräts. Somit ist ein technisch bedingter Defekt so gut wie ausgeschlossen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Langfinger und Einbrecher - Wie Sie sich davor schützen können

Gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, meldet sich die Realität allzu deutlich zurück! Einbrecher haben während der Urlaubsabwesenheit das Haus/die Wohnung aufgesucht, ein Schlachtfeld zurückgelassen und alles was nicht niet- oder nagelfest war mitgenommen, sogar die wichtigen Dokumente aus dem Safe oder gar den gesamten Safe.

In dieser Art geht es jährlich vielen Deutschen. Was die Meisten nicht wissen, "der nächtliche Besucher" ist häufig nur ein Klischee. Gerade in Großstädten findet der Großteil der Einbrüche tagsüber statt.

Nun stellt sich die Frage, wie man sich dagegen schützen kann.

Es gibt organisatorische Maßnahmen und technische Maßnahmen.

1. Organisatorische Maßnahmen - diese kosten kein Geld, sondern lediglich Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, wie die Zusammenarbeit mit einigen hilfreichen Nachbarn.

1.1 Wenn Sie verreisen, auch wenn dies nur kurz ist, oder Sie grundsätzlich tagsüber nicht in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus sind, informieren Sie doch einen freundlichen Nachbarn, von dem Sie wissen, dass er regelmäßig da ist, dass er doch mal ein Auge auf Ihr Haus/Ihre Wohnung werfen möge. Ein kleiner Blumenstraus oder eine Flasche Rotwein helfen deutlich das Nachbarschaftsverhältnis nicht nur zu verbessern, sondern die Aufmerksamkeit stabil hoch zu halten.

1.2 Wenn Sie für mehrere Tage verreisen, müssen Sie bitte die Zeitungen abbestellen oder sicherstellen, dass diese von den Nachbarn aus dem Briefkasten genommen werden. Sonst zeigt man dem dümmsten und blindesten Einbrecher, dass niemand im Haus ist, weil die Zeitungen bereits aus dem Briefkasten quillen.

1.3 Eine Nachtschaltung hilft natürlich.

1.4 Falls Sie einen Zweitwagen haben, dann stellen Sie das Auto demonstrativ vor die Haustür.

1.5 Lassen Sie generell Musik laufen, sobald sie das Haus verlassen, das erfreut vielleicht die Haustiere und schreckt Diebe im ersten Moment ab.

1.6 Extrem abschreckend ist natürlich ein Haustier, insbesondere ein Hund. Aber bitte dann nur solche, die ordentlich Radau machen können.

2. Zu den technischen Maßnahmen gehört selbstverständlich:

2.1 Alarmanlage, idealerweise mit einem Sicherheitsservice verbunden

2.2 Lichtschranke, die das gesamte Haus oder Treppenhaus erhellt, sobald jemand in die Nähe kommt.

2.3 Falls Sie viel Schmuck, wertvolle Uhren oder viel Bargeld zu Hause aufbewahren, mieten Sie bitte einen Banksafe

2.4 Sichern Sie Haus- und Wohnungstüren, Nebeneingänge, Balkon- und Terassentüren sowie Fenster mit absperrbaren Zusatzsicherungen.

2.5 Sichern Sie Ihre Rolläden gegen Hochschieben

2.6 Sichern Sie Kellerlichtschächte und Kellerfenster mit massiven, gut verankerten Gittern

2.7 Lassen Sie ein einbruchsicheres Schloss mit Profilzylinder einbauen und sichern Sie beide mit einem Schutzbeschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung

2.8 Verstärken Sie die Türblätter

2.9 Verankern Sie Schließbleche im Mauerwerk und lassen Sie Hintergreifhaken einbauen

2.10 Verstecken Sie auf keinen Fall draußen im Garten Ihren Zweitschlüssel

2.11 Denken Sie daran alle Türen und Fenster zu verschließen, selbst wenn Sie das Haus nur kurz verlassen

2.12 Vernachlässigen Sie auf keinen Fall Fenster und Balkontüren in den oberen Etagen, auch Einbrecher können klettern.

3. Sollte es trotz all dieser Vorkehrungen doch zu einem Einbruch kommen, empfehlen wir Ihnen:

3.1 Benutzen Sie zwei Safes. Einer der Safes dient als Alibi-Safe; Er ist zwar versteckt angebracht, man muss den Schein ja wahren, aber nicht so versteckt, dass ihn ein Einbrecher nicht findet und auch nicht ganz so so fest in der Wand verankert. Auch kommen in ihn nicht die wichtigen Unterlagen, sehr viel Bargeld und wertvolle Gegenstände wie Schmuck etc.

Der zweite Safe muss sehr versteckt und sicher angebracht sein. In ihn können Sie dann alles von erheblichem Wert und was nicht zu ersetzen ist, hineinlegen.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Herbst und Winter kommen: Die Einbrecher auch!

Alle zwei Minuten geschieht in Deutschland ein Einbruch! Ca. 2/3 der Einbrüche geschehen in den Abendstunden bzw. in der Nacht, da die Dunkelheit ein hilfreicher Begleiter der Einbrecher ist. Man kann fast sagen, dass sich die Zahl der Einbrüche im Herbst und Winter verdoppelt.

Um Einbrüche zu verhindern, gibt es einige wirkungsvolle Maßnahmen:

- Fenster und Türen schließen
- Türen abschließen, nicht einfach zuziehen
- Sicherheitstürschlösser einbauen lassen
- Sicherheitstechnik auch an den Fenstern anbringen lassen
- Durch Zeitschaltuhren bei längerer Abwesenheit, Anwesenheit vortäuschen
- Bewegungsmelder als Außenbeleuchtung

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen dürfen Sie aber die Versicherung nicht vergessen, falls es einmal zum Schadenfall kommt. Bei Privatpersonen ist Einbruchdiebstahl in der Hausratversicherung und bei Gewerbetreibenden in der Inhalts- oder Inventarversicherung eingeschlossen.